Inklusion an Grundschulen

Bildung für alle ermöglichen

Inklusion heißt, dass alle Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Das bedeutet, dass die Umwelt von vornherein so ausgestattet ist, dass alle Menschen gleichberechtigt leben können, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft, von Religionszugehörigkeit oder Bildung, von eventuellen Behinderungen oder sonstigen individuellen Merkmalen.

Das System der Inklusion an einer Schule ermöglicht es, Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam zu unterrichten. Durch die Bereitstellung bestimmter Methoden kann so jedes Kind individuell gefördert und unterstützt werden.

Zudem erlernen die Schülerinnen und Schüler frühzeitig, wie unterschiedlich und besonders jeder Mensch ist. Das Ideal der Inklusion ist, dass die Unterscheidung „behindert/nicht-behindert“ keine Relevanz mehr besitzt.

Schülerin malt in der SRH Montessori-Grundschule

Wie wird die Inklusion der SRH Montessori-Grundschule Dresden umgesetzt?

Die Montessori-Pädagogik bietet die beste Voraussetzung für die Inklusion – jedes Kind lernt entsprechend seinen Fähigkeiten und seines Entwicklungsstandes. Jedes Kind wird in seiner Individualität und Einmaligkeit gesehen und beachtet.

Die Kinder lernen dort weiter, wo sie stehen. Der Pädagoge widmet sich individuell jedem einzelnen Kind. Einführungen in gemeinsame Themen, Übungen oder Zusammenfassungen finden in der Regel in Arbeitskreisen von 2 bis 8 Kindern statt. Dabei wird jedes Kind gefordert, es kann sich schnell einbringen und erhält seine persönliche Beachtung.

Den ganzen Tag lernen und spielen die Kinder in jahrgangsgemischten Gruppen. Diese familienähnliche Form kommt ihrem natürlichen Sein besonders nach. Die Kinder lernen von- und miteinander, sie unterstützen und fordern sich gegenseitig. Es ist immer jemand für den anderen da.

Inklusion an der SRH Grundschule Dresden beim Töpfern

In unseren Lernräumen können die Kinder am Tisch oder auf Teppichen arbeiten, je nach Körpergefühl und benötigtem Material. Die vorbereitete Umgebung folgt einem Ordnungsprinzip und ist so gestaltet, dass jedes Material einen beschrifteten Platz hat und für jedes Kind zugänglich ist.

Entsprechend der Vielfalt der Lernvoraussetzungen und Bedürfnisse der Kinder werden die Materialien von den Pädagogen oder sogar gemeinschaftlich mit den Kindern ergänzt oder angepasst.

Außerdem können sich die Kinder auch für andere Räume abmelden, um beispielsweise in Ruhe oder mit mehr Platz arbeiten zu können. Diese nutzen sie auch als „Unterschlupf“, um sich zurückzuziehen. Ein wichtiger Ort dafür sind unser Waben in den Fluren.

All das ist die Voraussetzung, um Freiarbeit zu leben.

Die Kinder entscheiden sich für ihre Ziele, den Lernort, die Partner und für das entsprechende Material. In ihrem eigenen Tempo bearbeiten sie die einzelnen Themen entsprechend ihrer Fähigkeiten und Interessen, aber auch die Pflichten, die aus den Arbeitskreisen hervorgehen.

In den Lernzeiten werden die Kinder mit ihren Besonderheiten regelmäßig von einem zweiten Lehrer, Hortpädagogen oder Praktikanten in Zusammenarbeit mit dem Lerngruppenbegleiter unterstützt.

Ein praktisches Beispiel für unser Prinzip

Wir passen uns den Besonderheiten an und nicht die Besonderheiten an uns. Einem Mädchen mit Down-Syndrom fiel es nach den Ferien oder Krankheit schwer, weider in den Lernraum zu gehen. Sie nahm ihren Arbeitsteppich mit in den Flur und wollte auch zu den gemeinsamen Zeiten nur selten aus der Ferne zuhören.

Daher packten wir unsere Kreismitte ein und gingen gemeinschaftlich in den Flur. Wir sprachen mit ihr, luden sie persönlich ein und so rückte sie jedes Mal ein Stück näher an uns heran und saß schließlich wieder mittendrin und lächelte.

Regelmäßig bilden sich die Pädagogen intern und extern genau für solche Situationen weiter, führen Elterngespräche und arbeiten eng mit weiteren Helfern (z.B. Ergotherapeuten, Logopäden und dem Jugendamt) zusammen.

Zusätzlich zu unseren pädagogischen Qualifikation sind folgende Bedingungen erfüllt:

  • barrierefreies Schulhaus
  • Zusammenarbeit mit Fachdiensten
  • Austausch mit Sozial- und Jugendämtern (Hilfeplangespräche, Förderpläne)

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