Projekttage und Lesenacht 2017

Während die Großen auf dem Weg ins Landheim waren, starteten die Kinder der 1. und 2. Klasse ihre Projekttage.

Wie geplant parkte der Bibliotheksbus an unserer Schule und alle informierten sich ausgiebig über das „finstere Mittelalter“. So finster war es nämlich gar nicht, stellten alle fest! Schließlich entstanden zu dieser Zeit die Städte, in denen viele Handwerker und Zünfte ihr Tagwerk verrichteten. Wer dort so alles lebte und lachte, konnten wir uns bildhaft vorstellen. Unsere „Stadt an der Tafel“ fanden wir zumindest unbesiegbar und wunderschön.

Das wirkliche Abenteuer begann nach dem Mittagessen: Marie betrat das Atrium und verteilte Bücher aus dem Bibliotheksbus. Mittendrin befand sich ein uraltes vergilbtes Buch - das war gar kein Buch. Als Elina es öffnete, fand sie darin eine zerknitterte Seite mit einem Text von Walther von der Vogelweide. Doch als die Kinder das mysteriöse Papier mit dem Bügeleisen zu entknittern versuchten, erschien wie von Geisterhand eine Schrift und dann ging alles wahnsinnig schnell. Das magische Pulver wurde unter dem Haselstrauch gefunden und in das Feuer geworfen. Mit der Flamme reisten wir 800 Jahre zurück in der Zeit und landeten inmitten eines geschäftigen Markttreibens einer mittelalterlichen Stadt. Da gab es die Spinnerin (und den Spinner), die die Schafwolle verarbeiteten, und nebenan die Filzwalker, die Schnüre und Haarschmuck herstellten. Die Korbflechter fertigten kunstfertige Körbe aus Peddigrohr. In der Küche fertigten die Bäcker leckere Fladen für das Fest und die „Meierey“ bereitete frische Butter mit erlesenen Kräutern.

Gespielt wurde mit einem selbstgefertigten Tic-Tac-Toe aus Kieselsteinen, Talismane wurden geschnitzt um jegliche Unbill fern zu halten. Gegessen haben alle selbstverständlich von ihrem eigenen Löffel und nach mittelalterlichen Tischsitten.

Schließlich lud der Burgherr zum großen Spektakulum ein. Nach Tanz, Gaudium und Schmauserei krochen alle müde, satt und glücklich in ihre Schlafsäcke, um noch den wunderbaren und fantastischen Erzählungen der Geschichtenerzähler zu lauschen. Manchem fielen schon vorher die Augen zu. Am nächsten Tage jedoch landeten wir wieder im Jahre 2017 mitten auf dem Waldspielplatz. Das war auch wieder schön :)

Ein riesiges DANKESCHÖN gebührt den emsigen und hochengagierten Eltern und Pädagogen, die es immer wieder vermögen, solche wundervollen Erlebnisse für die Kinder unserer Schule zu schaffen!